Der Food Forest - syntropische Landwirtschaft

Wir schaffen einen Food Forest nach dem Prinzip der "syntropischen Landwirtschaft", ein Begriff, der von Ernst Götsch geprägt wurde. 
Diese landwirtschaftliche Methode basiert auf zwei Prinzipien:

  • Nachahmung der ökologischen Sukzession und der Schichtung eines natürlichen Waldes.
  • Häufiges Beschneiden von "Hilfsbäumen" zur Selbstbefruchtung des Waldes.

Die Idee ist, viele Obstbäume (Apfelbäume, Birnbäume, Kirschbäume, Pflaumenbäume, Kumquatierbäume, Aprikosenbäume, Mandelbäume usw.) im Abstand von 2-4 Metern zu pflanzen. Zwischen den Obstbäumen werden "Hilfsbäume" gepflanzt, die Pionierarten sind. Diese Bäume wachsen schnell, produzieren viel Biomasse und schützen die empfindlichen jungen Obstbäume vor Wind und Sonne. Sie werden häufig beschnitten, und das Schnittgut wird auf den Boden gelegt, wo es den Boden vor Verdunstung schützt und die Menge an organischer Substanz erhöht. Diese Methode des Mulchens ahmt die Funktionsweise eines natürlichen Waldes nach und fördert ein gesundes Wachstum der Obstbäume.

Die Obstbaumreihe ist anfangs sehr schmal, weil die jungen Obstbäume bei der Pflanzung klein sind. Nach 7 Jahren werden sie sich jedoch berühren und die Reihen werden breiter sein (3 Meter).
Um die ökologische Sukzession zu imitieren, werden wir zwei Reihen mit verschiedenen Pflanzen auf beiden Seiten der Obstbaumreihe pflanzen. Diese Reihen bestehen aus aromatischen Pflanzen sowie aus z.B. Rhabarber, Himbeeren und Johannisbeeren.
Diese Pflanzen (mit Ausnahme der Gewürzpflanzen) wachsen gerne im Halbschatten, so dass sie auch nach 7 Jahren, wenn die Obstbaumreihe breiter geworden ist (3 m breit), trotz des geringeren Lichteinfalls noch gut gedeihen.